Bereits zum 2. Mal nach 2021 gestaltete ich am 6.03.2022 eine musikalische Andacht in Markgraitz zusammen mit Pfarrer Lars Rebhan

Das Thema Liebe, Licht, Hoffnung und Frieden sprach etliche Besucher in diesen bewegten, veränderten Zeiten an. Es gab einige Lieder zum Mitsingen. V.a. bei "Ein bisschen Frieden" von Nicole sangen die Anwesenden voller Hingebung mit. Danke.

Das Video sowie einen sehr treffenden Zeitungsartikel von Roland Dietz finden Sie weiter unten.

Fotos: Rainer Renk und Robert Dietz

Presseartikel mit freundlicher Genehmigung von Roland Dietz.

Herzlichen Dank, lieber Roland.

Marktgraitz

Die Hoffnung auf ein bisschen Frieden hallt durch das Kirchenschiff

Es sind im Moment sicherlich unwirklich wirkende Zeiten. Eine nicht enden wollende Corona – Pandemie deren jetzt wieder steigende Infektionszahlen auch für den beginnenden Frühling nicht Gutes verheißen. Und nun seit fast zwei Wochen verstörende und schreckliche Bilder eines Krieges in Europa oder wenn man will vor unserer Haustür in der Ukraine........

Da war die musikalische Andacht mit der Sängerin Silvia Wachter und dem Titel "Liebe, Licht, Hoffnung und Frieden" in der Marktgraitzer Dreifaltigkeitskirche geradezu Balsam für Gedanken und Seele. Besonders machte viele das Lied von Nicole aus dem Jahr 1982 „Ein bisschen Frieden“ mehr als nachdenklich und die meisten summten oder sangen den Text mit. Eines wurde klar: solche Lieder haben gerade jetzt auch nach fast 40 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren.

 

Letztlich war die Veranstaltung im sehr gut besuchten Gotteshaus ein schönes Erlebnis. Neben den einmal mehr wunderschönen Beiträgen ließen diese die Zuhörer in sich gehen und so auch zur Ruhe kommen. Dass alles nicht leicht sei stellte Dekan und Pfarrer Lars Rebhan in seiner Begrüßung fest. „Wieder einmal Frühling soll sein, Frühling soll es werden in einer immer grauer werdenden Welt“. Er machte deutlich, dass es gut sei wenn wir bewusster eine Kirche besuchen und mit unserem Glauben an Gott die Kraft und die Fähigkeit auftun dunkles und belastendes zu vertreiben. Versöhnung müsse das Ziel in Zukunft sein. Dies sei nur möglich wenn alle auf Rache und Vergeltung verzichten. „Wer versöhnt lebt verliert nicht“ meinte er weiter.

 

Die Hoffnung auf Frieden und Freiheit für die Menschen war dann wie ein Leitfaden der musikalischen Beiträge von Silvia Wachter. „Ich singe für den Frieden“ von Iria Schärer war dafür der passende Auftakt. Den Liedern, angepasst an Jahreszeit und Ereignisse, einen spirituellen Geist ein zu hauchen ist für die Sängerin anscheinend überhaupt kein Problem. Mit dem Text „Ich singe also bin ich“ meinte sie, dass es nichts schöneres für sie gibt als sich musikalisch mit zu teilen. Angst und Traurigkeit werden leichter und wirken befreiend auf die Tiefen des Seins. Bei „Ich öffne mich im Klang des Lichtes“ gelang ihr dies in sehr anmutiger Form mit einer wohltuenden Wirkung. Hier kam schon zum Ausdruck, wie sie sich selbst und ihre Musik reflektiert. „ Was mich ausmacht, ist das tiefe, ehrliche Gefühl in meinem Gesang, mit dem ich die Herzen und Seelen der Zuhörer berühre“. So war der Song „Ich bin das Licht der Welt“ mit einem träumerischen gesummten Anfangs und Zwischenteil eine schöne geistliche Botschaft. Etwas vertrauter und auch rhythmischer der vertonte Spruch, „Und wenn du denkst es geht nicht mehr kommt irgendwo ein Lichtlein her“ was in sich eine positive Lebenseinstellung inne hatte und die Besucher leise mit summen lies. Leiser und ruhiger jedoch nicht wirkungsloser war da „Trag dein Licht in die Welt“. Wie eine Erzählung wirkte das Friedenslied von Chris de Burgh aus dem Jahr 1982 „Where peaceful waters flow“ das der Interpretation des Iren in nichts nach stand. Die Botschaft davon: „Es ist schwer einen Platz zu finden wo friedliche Gewässer fließen, doch nur Liebe kann Türen öffnen“.Dass musikalische Botschaften ankommen können war nach der Veranstaltung zu hören als jemand sagte: „Das muss ich mir zu Hause gleich nochmals anhören“.

 

In einem schon über 800 Jahre alten Text las Pfarrer Lars Rebhan: „Liebe ist nie ein Hemmnis und kommt oft nur in den stillen Bereichen des Lebens vor, dem sollten die Menschen mehr Vorrang geben denn nur wenn man sich selbst ändert sind andere bereit sich für Liebe und Frieden zu ändern“.

 

Bei den bekannten modernen Kirchenliedern: „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ sowie „Kleines Senfkorn Hoffnung“ sangen und summten die Besucher gerne mit. Viel Melancholie ließ die Künstlerin mit ihrer weichen und doch voluminösen Stimme beim Hit von Celine Dion „Lets talk about love“ einfließen. Dass die verschiedensten Menschen auf der Welt mehr über Liebe und das gemeinsame Leben sprechen sollten war doch sehr bewegend für die Zuhörer. Über Hoffnung, Frieden und Geborgenheit handelte das Lied:“ Alle Menschen sind Geschwister“ im Text von Hans Spielmann und einer Adaption der Melodie aus Beethovens 9. Symphonie Freude schöner Götterfunken. Beim Irischen Reissegen sangen alle kräftig mit und spendeten für die passenden Lieder, die Silvia Wachter dargeboten hatte einen lange anhaltenden Applaus. Insgesamt war es doch für alle ein sehr emotionales Erlebnis und ein klares Statement gegen Krieg und Gewalt.

 

Fotos:

Sängerin Silvia Wachter brachte mit ihren gefühlvollen Liedern eine meditativ sehr nachdenkliche Stimmung in das Marktgraitz Gotteshaus

Pfarrer Lars Rebhan dankte am Ende der besinnlichen Stunde Silvia Wachter für ihren wunderbaren Gesang